Kommen in Zukunft Hanf Crus aus Bordeaux ?
Zur Beruhigung gleich vorneweg: eine äußerst vielfältige Auswahl an Bordeaux-Weinen wird uns auch in Zukunft erhalten bleiben!
Aber: es tut sich was. Das Branchenportal Vitisphere berichtet.
Die Anbaufläche für Hanf in der Gironde wuchs von 9 Hektar im letzten Jahr auf 34 Hektar in diesem Jahr, was das wachsende Interesse der Landwirte an einer Kulturpflanze unterstreicht, die wenig Wasser benötigt. Mittlerweile haben sich 27 Landwirte dem 2024 gegründeten Hanfverband „Libournais“ angeschlossen. Darunter sind 15 Winzer.
„Sobald er einmal etabliert ist, erfordert Hanf wenig Arbeit, bedeckt den Boden schnell, unterdrückt Unkraut und benötigt keine Pflanzenschutzmittel“, erklärt Annabel Garçon von der Landwirtschaftskammer der Gironde. Die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Hanf bieten zudem ein erhebliches Potenzial für wirtschaftlich angeschlagene landwirtschaftliche Betriebe. Hanffasern können in der Bauindustrie verwendet werden, während die proteinreichen Samen zu Öl oder Mehl für den menschlichen Verzehr verarbeitet werden können.
Der Hanfanbau ist eine weiteres Beispiel für Versuch einer Diversifizierung von Weinbauflächen, das Aufbrechen der Monokultur mit der Folge einer geringeren Wein-Produktion. Andere Weingüter in Bordeaux (und nicht nur dort!) pflanzen Eichen und beimpfen deren Wurzeln mit Trüffelsporen, um Trüffel anzubauen. (Feinschmecker können mittelfristig auf fallende Preise für die edlen Knollen hoffen!) In Württemberg werden in Steillagen versuchsweise Olivenbäume kultiviert.
Wein aus Bordeaux finden Sie unter: www.weinundglas.com
Foto: TinaKru auf Pixabay


